Für Fachpersonen
Sie machen sich Sorgen um eine Person? Als Fachperson können Sie Betroffene dabei unterstützen, Hilfe zu finden. Hier erfahren Sie, wie Sie reagieren können, was die Opferhilfe anbietet und wann Sie sich selbst an eine Beratungsstelle wenden können.
Ihre Rolle als Fachperson
Sie müssen die Situation nicht selbst klären. Ihre Rolle ist es, zuzuhören, Orientierung zu geben und gemeinsam mit der betroffenen Person zu überlegen, welcher nächste Schritt hilfreich sein könnte.
So können Sie unterstützen
Fünf Orientierungspunkte – kein starres Prozedere, das in jeder Situation gleich ablaufen muss.
Zuhören und ernst nehmen
Nehmen Sie sich Zeit und hören Sie zu, ohne die Erfahrung infrage zu stellen.
Keinen Druck ausüben
Drängen Sie nicht zu einer Anzeige, Trennung oder anderen Entscheidung.
Fragen, was jetzt hilfreich wäre
Fragen Sie die betroffene Person, was sie im Moment braucht und was für sie hilfreich wäre.
Unterstützung anbieten
Sie können gemeinsam Informationen suchen, bei einer Beratungsstelle anrufen oder einen Termin vereinbaren.
Den nächsten Schritt ermöglichen
Wenn die betroffene Person das möchte, können Sie sie auch zu einer Beratung begleiten.
Sie müssen nicht zuerst wissen, was zu tun ist
Sind Sie unsicher, wie Sie reagieren sollen oder welche Unterstützung möglich ist? Fachpersonen können sich selbst an eine Opferberatungsstelle wenden und die Situation besprechen. Sie müssen nicht bereits wissen, ob die Opferhilfe zuständig ist.